28.02.2020

Schlechtwetterzonen

Schlechtwetterzonen


Im Januar 2019 ist der 1. Band der Autobiografie von Werner Schwarz im IATROS-Verlag erschienen: "Schlechtwetterzonen. Voraus, voraus und allzeit gute Fahrt". 
Im Februar 2020 dann der 2. Band: "Schlechtwetterzonen. Wer zu viel rückwärts macht, kommt nicht voraus".

Werner Schwarz: Schlechtwetterzonen. Autobiografie, Band 1 und 2.

Werner Schwarz
Schlechtwetterzonen
Voraus, voraus und allzeit gute Fahrt
Autobiografie, Band I
IATROS-Verlag & Service GmbH, Sonnefeld 2019
Klappenbroschur, 14,8 x 21,0 cm, 360 Seiten, Zeichnungen des Autors, 16,00 €
ISBN 978-3-86963-670-2
Werner Schwarz
Schlechtwetterzonen
Wer zu viel rückwärts macht, kommt nicht voraus
Autobiografie, Band II
IATROS-Verlag & Service GmbH, Sonnefeld 2020
Klappenbroschur, 14,8 x 21,0 cm, 520 Seiten, Zeichnungen des Autors, 17,00 €
ISBN 978-3-86963-671-9
  
Eine Geschichte, wie sie sich nicht alle Tage ereignet, eine Biografie, welche ihresgleichen sucht. Der Autor, Heimkind in den 1960er und 70er Jahren erfuhr Leben einerseits als aufgezwungenes Schicksal, geprägt von in jener Zeit in Kinderheimen herrschender sinnloser Gewalt, andererseits aber auch als fortlaufenden Wechsel prägender Ereignisse: mehrere Heimwechsel, sowohl kirchlich als auch weltlich, zwangsläufige Schulwechsel, Wechsel der Erzieher und Kameraden. Immer zu wenig Zeit um Bindungen einzugehen und um sich selbst zu schützen, unwissend immer mehr Kälte als Wärme erlernen zu müssen. Ein junges Leben, welches vor allem auch ein Ringen ums Überleben war. Körperlich und auf jeden Fall seelisch.
Und dann der immerwährende Wunsch, diesem Druck der staatlichen Fürsorge endlich zu entrinnen.
Schließlich seine lang ersehnte und verrückte Berufswahl, von der er zu Beginn noch nicht ahnte, dass sie ihn fortan prägen wird und diese zu seiner Passion werden würde. Im Wechsel zwischen packender Schilderung der Ereignisse, Reflexionen und umfangreichen Informationen wie die folgenden, die man als Motto, es wären immer nur sich bald auflösende SCHLECHTWETTERZONEN, für die gesamte Schilderung sehen kann: 
Es ist gut, dass jeder Mensch sein Leben nach seinem Wohlgefallen, in welcher Form auch immer, gestalten kann. Das Individuum Mensch ist in der Evolutionsgeschichte als einziger in der Lage, dies selber zu entscheiden.

Band II der Autobiografie schildert umfassend die Lebensereignisse des Autors bis einschließlich seiner Militärzeit bei der Marine. Der berufliche Werdegang als Binnenschiffer bildet dabei das zentrale Thema des Werkes. Ein großes Plus des Werkes ist es, dass der Autor anhand seines beruflichen Werdeganges aufzeigt, wie mit den Folgen brutaler Erlebnisse umgegangen werden kann, wie eine Persönlichkeit sich in immer währender Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit stetig weiterentwickelt, reift und den Leser sozusagen in diesen Reife- und Entwicklungsprozess mit einbezieht. So eröffnet sich für den die Texte aufmerksam Verfolgenden eine völlig neue Welt, die auch in literarischer Hinsicht bisher wenig erfasst wurde (literarische Darstellungen der Binnenschifffahrt sind kaum zu finden). Wir erfahren Details über das Leben an Bord, welche Herausforderungen es mit sich bringt, auf engstem Raum zusammenzuleben, Vorsorge für ausreichend Nahrungsvorräte zu treffen, wenn man lange nicht an Land gehen kann, einzelne Arbeitsabläufe, Kampf mit widrigen Witterungsbedingungen, konkrete Herausforderungen …
Eindrucksvoller Höhepunkt und Abschluss des Werkes sind dann die Schilderungen der Militärzeit bei der Marine, die Innenansichten eines ebenfalls für die meisten kaum zugänglichen Bereichs sehr detailreich und spannend darlegt. Auch hier hat der Leser immer das Gefühl, direkt vor Ort und direkter Zeuge des Geschehens zu sein.
Im Nachwort lässt der Autor seine Erfahrungen mit seinen Lesern von Band I Revue passieren und fordert damit gleichzeitig seine weiteren Leser zu einem kreativen Dialog auch zum nun vorliegenden Band auf.
Im Nachwort zieht der Autor folgendes Fazit seine umfangreiche Arbeit an seinem Buch betreffend:
Eine überschaubare Erkenntnis, dass Worte und Gedanken frei sind, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind und jeder Mensch diese nach seinem Belieben zu Sinn oder Unsinn formen darf, ist vielleicht ein Weg, seine Freiheit, sich mitzuteilen, zu nutzen.



Fahren für die Freiheit - Rezension in der BINNENVAARTKRANT, 18. Juni 2019, S. 11.

Rezension in der BINNENVAARTKRANT,
Jg. 23, Ed. 13, 18. Juni - 2. Juli 2019, S. 11.


Szenen aus dem Film "keine heimKINDEREIEN":

Szene 7: Interview Werner Schwarz.


Szene 3: Auszug Autobiografie „Schlechtwetterzonen“, Heimalltag, Werner Schwarz.


Szene 9: Auszug Autobiografie „Schlechtwetterzonen“, Weggang Waisenhaus Regensburg, Werner Schwarz.


Szene 12: Auszug Autobiografie „Schlechtwetterzonen“, Aktenkundig, Werner Schwarz.


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